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MONTAG

Es war wieder mal soweit. Der erste Montag der sommerlichen Ferien begann, ohne dass sich das Wetter an den vorgegebenen Ablauf hielt. Die Sonne zeigte sich nicht, dafür erfüllten dunkle graue Wolken den Himmel. Es regnete wie aus Eimern. Nichts desto trotz versammelte sich eine große abenteuerlustige Schar auf dem Neumarkter Kirchplatz um für eine Woche in Kollmitzberg die Zelte aufzuschlagen. Mit dem Bus gings auf zum Lagerplatz, wo das Neumarkter Olympische Komitee bereits die Olympioniken erwartete. Denn die Woche sollte im Zeichen der sportlichen Großereignisse des Jahres (EM, Olympia) stehen. Bis zum Mittagsmahl war nicht sicher ob das Zeltlager aufgebaut werden kann, doch nach dem Verzehr gegrillter Würstchen zur Mittagszeit, erhellte die Sonne die Kollmitzberger Höhen. Der Nachmittag war dann bereits erfüllt mit den ersten sportlichen Leistungswettbewerben. In Gruppen wurden die "Landessportarten" der EM-Teilnehmer, wie zb. Pizzakochen, Stierkämpfen oder Schwedenbomben, durchgeführt. Am Abend gab es einen Fackelzug in einen nahe gelegenen Steinbruch, anschließend versammelten sich die gesamten Einwohner des Olympischen Dorfes rund um das Olympische Lagerfeuer. Die Lagerfahne wurde feierlich gehisst, anschließend zusammen gesungen und der Abendlichen Lagergeschichte gelauscht. Das fröhliche Treiben wurde jäh unterbrochen als sich zwei Mitglieder des Küchenteams lauthals zu streiten begannen, wer nun Schuld sei. Gar schreckliches hatte sich ereignet. Diebe! Eine unglaubliche Tat. Die Marillen für die freitägliche Knödelverspeisung wurden entwendet. Verzweiflung breitete sich im Küchenteam und unter den LagerteilnehmerInnen aus. Was sollte nun geschehen? Geistesgegenwärtig erinnerte sich der Vorsitzende des NOC (Neumarkter Olympisches Komitee) einer alten Bekanntschaft aus London, welche er sogleich kontaktierte. Und im besten Mostquarterenglish berichtete er einem gewissen Sherlock Holmes von den Ereignissen des Tages, dieser machte sich sogleich auf den Weg nach Kollmitzberg, um mitzuhelfen das Verbrechen aufzuklären. Die nun geschilderten Ereignisse geschahen in Echtzeit.



DIENSTAG

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der verschollenen Marillen. Sherlock hielt sein Versprechen erschien gleich nach der morgendlichen Verköstigung der Lagerbewohner. Er ließ sich noch einmal kurz erklären was passiert war, und kam zu dem Schluss, dass er für diesen kniffeligen Fall unbedingt Verstärkung brauchen würde. Also begann er mit der Ausbildung von Jungdetektiven. Während eines Spazierganges wurden immer wieder Stationen abgehalten um die benötigten Fähigkeiten der zukünftigen Ermittler zu steigern. Es mussten geheime Schriften entziffert, Tarnkleidung angefertigt und Zeugen verhört werden. Einige Jungdetektive nahmen das Erscheinen eines schwarzen Hundes zum Anlass, von der vorgegebenen Route abzuweichen, und die Gegend noch genauer unter die Lupe zu nehmen. So kam es dazu das die eine oder andere Gruppe überholt, und die Reihenfolge durcheinandergewirbelt wurde. Aber der Spürsinn wurde geweckt und alle Kursteilnehmer erreichten das Lager wieder, wo dann jede Gruppe den ersten Hinweis auf den Marillendieb sicherstellte. Der oder die Täter hinterließen einen Fußabdruck. Dieser wurde gleich im Stile der CSI-Ermittler mit Hilfe eines Gipsabdrucks festgehalten. Dieser Abdruck eines Sportschuhs, mit einer abgebildeten springenden Wildkatze, war der erste Schritt zur Ergreifung des Marillenentwenders. Die zweite Nacht, im nun vom Olympischen Lager zur Ausbildungsbasis für Jungdetektive verwandelten Lager, begann mit einer Nachtgeländeaktion bei der leider keine hilfreichen Ergebnisse für die Ermittlungen gefunden wurden, die aber hoffentlich Spaß gemacht haben.









Mittwoch

Der Vormittag des dritten Wochentages stand im Zeichen der Lagermesse rund um das Thema "Vertrauen". Es wurden Lieder geprobt, Fürbitten vorbereitet und Altar und Kreuz auf dem Lagerplatz aufgestellt. Nach Verzehr des Mittagsmahls wurden die Detektive wieder gefordert. Auf dem Postenlauf sollten sie Ihre Kenntnisse bei einer breit gefächerten Fragenkette aufzeigen. Am Abend wurde dann im Kreise der Lagergemeinschaft, der Hausleute und einigen nachkommenden Eltern und Pfarrgemeindemitgliedern zusammen die Lagermesse gefeiert. Ausklingen sollte der Mittwoch im Rahmen der Bibelnacht wo Labyrinthe durchquert werden mussten, zusammen meditiert wurde oder der unsichtbaren schützenden Hand vertraut wurde.













Donnerstag

Der darauf folgende Tag begann mit der einen oder anderen Überraschung. Denn ganz unvermittelt stand plötzlich eine Hochzeit auf dem Tagesplan. Weiters war der Bürgermeister verschwunden, was bedeutete, die erlernten Detektiv-Fähigkeiten erstmals in der Praxis anzuwenden. Zeugen wurden verhört und das gesamte Umland durchgekämmt. Schließlich konnte der Ortsvorsteher befreit werden, und nachdem er seine Aussage getätigt hatte die den Hinweis enthielt dass der Dieb auf der Hochzeit erscheinen würde, war den DetektivInnen bewusst, dass ein großer Schritt näher ans Ziel gemacht wurde, den Schurken zu erwischen. Nun konnten endlich die Hochzeitsvorbereitungen beginnen. Die Schießer begannen ihre Krawall machenden Utensilien vorzubereiten, der Aerobic-Club probte für den Auftritt und die Nachbarn heckten etwas aus. Dann war es endlich soweit, die Hochzeitgesellschaft machte sich auf den Weg, angeführt von einer tollen Musikkapelle ging es zur traumhaften Vermählungsstätte unter Lindenbäumen, wo die Hochzeit zelebriert wurde. Doch zuvor musste das Brautpaar noch die eine oder andere Aufgabe erledigen, die die wegversperrenden Nachbarn ihnen stellten. Am Höhepunkt unterbrach plötzlich Sherlock Holmes in Begleitung eines uniformierten Cobrawegamannes das Hochzeitsfest und entlarvte den Täter des Marillendiebstahls. Überglücklich wollte das Lagervolk nun am Abend in der Disco feiern, doch dunkle Wolken zogen auf über dem Land in dem die Kollmitzberger schön wohnen. Die Zeltbewohner packten ihre sieben Sachen und zogen sich in die Speisehalle zurück. Die Disco fiel somit leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.





Freitag

Freitag-Morgen in Kollmitzberg. Langsam aber glücklich erwachten alle Kinder und GruppenleiterInnen und räkelten sich der Sonne, welche an diesem Tag wieder den Himmel prägen sollte, entgegen. Der Vormittag stand im Zeichen eines Detektiv-Wettkampfes. Welche Zeltbesatzung hatte das meiste Wissen aus dem Training mitgenommen und konnte es auch noch umsetzen? Am Nachmitag fand die Gerichtsverhandlung statt, in der sich die Diebin verteidigen musste, wobei die Beweise zu erdrückend waren und deshalb die Höchststrafe für Marillendiebstahl verhängt wurde: Verzehr eines Marillenknödels während die betreffende Person Sit-Ups durchzuführen hat. Nach der "Abarbeitung" der Strafe wurde ein weiteres Verbrechen ebenfalls behandelt. Am Vortag kam es bei der Zubereitung der Toasts für den einen oder anderen Chefermittler, auch Gruppenleiter genannt, zu ungewöhnlichen Zutatenvermengungen. Das Gericht zeigte auch hier kein Erbarmen und fällte das Urteil zur Klopapierlichen Mumifizierung und anschließendem Duschen des Küchenteams. Nach dem feierlichen Wochenabschluss am Lagerfeuer, kamen die Kinder in den Genuss der lange erwarteten Disco, wo der glückliche Fund des Bürgermeisters, die Wiederauffindung der Marillen und deren Entführer und natürlich die Hochzeit noch einmal kräftig gefeiert wurde, bevor am Samstag die Heimreise angetreten werden musste und eine aufregende Lagerwoche ihr Ende fand. Wir blicken mit Freude auf diese schönen 6 Tage zurück und freuen uns auf das nächste Lager von 29. Juni - 4. Juli 2009.

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